Erworbene Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen

Nach Verletzungen des Gehirns kann es zu Veränderungen der Sprache, des Sprechens und des Schluckablaufes kommen. Die Ursachen sind Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumen oder Tumoren und Entzündungen des Gehirns.

Aphasien (Sprachstörungen) sind gekennzeichnet durch Beeinträchtigungen in der Wortfindung, der Wortwahl, im Satzbau und Sprachverständnis. Daraus erwachsen für die Patienten große Probleme mit Sprache und Kommunikation im Alltag. Aphasiepatienten haben keine Denkstörung, sondern Schwierigkeiten im mühelosen und korrekten Zugriff auf ihr Verständigungsmittel „Sprache“. 

Dysarthrien und Sprechapraxien (Sprechstörungen) sind Lähmungen bzw. „Programmierungsstörungen“ der am Sprechen beteiligten Muskeln. Dies führt zu auffälligem Sprechen und einer Einschränkung der Verständlichkeit. Zum Störungsbild gehören Probleme mit der Sprechatmung, der Stimmgebung und der Aussprache.

Dysphagien (Schluckstörungen) sind Störungen des Kauens und Schluckens aufgrund von Lähmungen der Schluckmuskulatur. Sie können lebensbedrohlich sein, wenn der Patient sich häufig verschluckt und sich Speisereste in der Lunge sammeln.

Unser Behandlungsangebot

Diese Störungen machen eine spezifische Therapie notwendig. Wir bieten eine nach aktuellen Erkenntnissen ausgerichtete Behandlung an. Nach einer gründlichen Diagnostik wird ein individueller Therapieplan nach den Bedürfnissen und Interessen des Patienten erstellt. Die Behandlung sollte i. d. R. mindestens 2 – 3 x pro Woche erfolgen. Das Behandlungskonzept wird durch häusliche Übungen ergänzt. Wenn Sie bereits in Behandlung sind, können wir in Zusammenarbeit mit Ihrem jetzigen Therapeuten zusätzliche Termine anbieten, um die erforderliche Therapieintensität zu gewährleisten. 

Wir bieten Einzel- und Gruppentherapien an. Ziel der Therapien ist die Wiedererlangung sprachlich-kommunikativer Fähigkeiten im Alltag und Beruf. Hier spielen Training und Beratung im familiären Umfeld eine wichtige Rolle. Angehörige haben bei uns grundsätzlich die Möglichkeit, bei der Behandlung anwesend zu sein.

Die Therapie kann bei diesen Störungen oft Monate bis Jahre dauern. Bei gezielter Therapie lassen sich in nahezu allen Fällen Verbesserungen erzielen.

Weitere Auskünfte bei Problemen der Sprache, des Sprechens oder des Schluckens infolge neurologischer Ursachen erteilen Ihnen gern Ralf Peters (Tel. 0821/4409217, E-Mail: Ralf.Peters(at)bkh-augsburg.de) oder Rena Hübner (Tel. 0821/4409221).