Fachleute aus der Logopädie beim 2. Augsburger Abendsymposium

Fachleute aus der Logopädie beim 2. Augsburger Abendsymposium

Die Berufsfachschule für Logopädie der Bezirkskliniken Schwaben hat sich beim 2. Augsburger Abendsymposium mit dem Thema „Clinical Reasoning (CR) – wie denken Therapeuten?“ befasst.
CR bedeutet „klinische Argumentation oder Beweisführung“ und ist mittlerweile zu einem eigenen Forschungszweig in den Therapiewissenschaften geworden. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Bewältigung therapeutischer Vielschichtigkeit und Entscheidungsfindung unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Eingeladen waren logopädische und sprachtherapeutische Fachleute aus Praxen und Einrichtungen der Region und darüber hinaus. Zahlreiche Besucher fanden den Weg ins Bezirkskrankenhaus (BKH) Augsburg.

Der stellvertretende Schulleiter, Logopäde und Sprachwissenschaftler Ralf Peters machte in seinem 90-minütigen Vortrag deutlich, wie Logopädinnen in klinischen Situationen schnell und akkurat zu Entscheidungen kommen.  CR ist in allen therapeutischen Berufen erforderlich und basiert auf Wissen, Kognition und Metakognition. Peters stellte in Beispielen aus der Logopädie und aus dem Alltag dar, wie diese drei Elemente bei Entscheidungen zusammenspielen. Er erläuterte die Denkebenen wie evidenzbasiertes Vorgehen, narratives, prognostisches oder ethisches Reasoning, was die Komplexität, aber auch die Erfassbarkeit therapeutischer Arbeit deutlich werden ließ. Den Abschluss des Referats bildeten Lernkonzepte, die in der Ausbildung und auch in der Supervision ihren Platz gefunden haben. Peters zeigte auf, dass und wie professionelles Handeln in der Logopädie beschreibbar und lernbar ist.

Berufskolleginnen und -kollegen, die bis aus Ulm, Günzburg, Kaufbeuren, Aichach und Wertingen gekommen waren, darunter zahlreiche Absolventinnen der Schule, nahmen die Ausführungen begeistert auf. Es schloss sich eine angeregte fachliche Diskussion an.

Angesichts der guten Resonanz der Veranstaltung kündigte die Berufsfachschule für Logopädie an, in Zukunft regelmäßig Symposien zu logopädischen Themen anzubieten.