Redeflussstörungen

Viele stotternde Menschen erleben sich durch ihre Redeflussstörung im Alltag, z. B. in der Schule oder am Arbeitsplatz, als erheblich beeinträchtigt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Umwelt darauf negativ reagiert bzw. wenn –  wie bei Stotternden im Jugend- und Erwachsenenalter – das Sprechproblem bereits mehrere Jahr(zehnt)e besteht und sich nachhaltig auf das Fühlen, Denken und Handeln ausgewirkt hat. 

An der Berufsfachschule für Logopädie versuchen wir das komplexe Störungsbild „Stottern“ in allen Altersstufen mit einem mehrdimensionalen Therapieansatz anzugehen. 

Gerade bei Sprechunflüssigkeiten im Kindergartenalter ist eine möglichst frühe diagnostische Abklärung besonders wichtig. Oft kann dann - zur Beruhigung der Eltern - festgestellt werden, dass es sich lediglich um ganz normale entwicklungsbedingte kindliche Unflüssigkeiten handelt, die erfahrungsgemäß völlig unbedenklich sind und nach einiger Zeit wieder von selbst verschwinden. Sollten sich bei der Untersuchung jedoch erste Anzeichen für beginnendes kindliches Stottern ergeben, gilt es diesem rechtzeitig entgegen zu wirken. Dies geschieht stets mit einer umfassenden Elternberatung und darüber hinaus, soweit erforderlich, in Therapiestunden mit dem Kind selbst, die selbstverständlich altersgemäß durchgeführt werden und spielerisch auf das Kind eingehen. 

Unser Therapiekonzept hat die individuellen Erfordernisse und Voraussetzungen des jeweiligen Patienten im Blick. Es wird dabei nicht nur sprechbezogen gearbeitet, sondern auch auf die mit dem Stottern einhergehenden Gedanken und Ängste eingegangen sowie das Selbstwertgefühl durch entsprechende Erfolgserlebnisse verbessert. Wir legen Wert darauf, dem Patienten bzw. dessen Eltern unser therapeutisches Vorgehen offen zu legen und verständlich zu machen; bereits vorhandene Fähigkeiten und Erfahrungen des Patienten werden in die gemeinsame Arbeit am Sprechproblem miteinbezogen. Bei Bedarf erfolgt nach Therapieende eine Nachbetreuung.

Unserer Erfahrung nach sind auch bei Patienten, die bereits an anderen Stottertherapien teilgenommen haben, weitere Verbesserungen des Sprechens möglich.

Weitere Auskünfte über unser Therapieangebot im Bereich Redeflussstörungen erteilt Ihnen gern Dr. Hans Hörmann (Tel. 0821/4409219, E-Mail: Hans.Hoermann@bkh-augsburg.de )